Städtepartnerschaft der Seniorenbeiräte mit neuem Schwung
Erfahrungsaustausch zwischen Erfurt und Mainz sorgt für frische Impulse bei der Seniorenarbeit
Die Seniorenbeiräte der Landeshauptstädte Erfurt und Mainz haben ihre langjährige Städtepartnerschaft vom 1. bis 3. Juni 2026 mit einem intensiven dreitägigen Besuch in Mainz neu belebt. Die Erfurter Delegation unter Leitung des Vorsitzenden Roland Richter, begleitet von der Geschäftsstellenleiterin und weiteren Mitgliedern des Seniorenbeirats sowie dem Altenhilfeplanungskoordinator des Sozialamtes, traf dort auf die beiden stellvertretenden Vorsitzenden und weiteren Mitglieder des Mainzer Seniorenbeirats.
Bereits der erste Abend im Vereinsheim der Mainzer Ranzengarde zeigte die herzliche Verbundenheit beider Gremien. In geselliger Atmosphäre kamen die Teilnehmenden schnell über ihre Arbeit ins Gespräch, und die gemeinsame Begeisterung für den Karneval sorgte für zusätzliche Nähe. Ein besonderer Moment war die Übergabe eines Sessionsordens vom Karneval Klub Helau aus Erfurt durch Rowald Staufenbiel an den Mainzer stellvertretenden Vorsitzenden und Präsidenten der Mainzer Ranzengarde Lothar Both, was die freundschaftliche Verbindung beider Städte eindrucksvoll unterstrich.
Der zweite Tag begann im Stadthaus mit einer Bewegungsübung angeleitet von Gudrun Hoch vom Seniorenbeirat Erfurt. Anschließend begrüßte Jana Schmöller, Beigeordnete für Soziales der Stadt Mainz, die Teilnehmenden und würdigte die Wiederbelebung der Städtepartnerschaft. Sie hob die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders und des Austauschs zwischen Mainz und Erfurt hervor. Im Anschluss stellte Roland Richter die vielfältige Arbeit des Erfurter Seniorenbeirats vor, darunter die aktiven Arbeitsgruppen, die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit mit Website und WhatsApp-Kanal, Projekte zur Förderung der Medienkompetenz älterer Menschen, den bundesweit einmaligen Seniorenpass sowie die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Stadtrat. Die Mainzer Delegation zeigte sich besonders beeindruckt von der starken Einbindung des Erfurter Gremiums in kommunale Entscheidungsprozesse. Auch der Mainzer Seniorenbeirat präsentierte durch die stellvertretende Vorsitzendem Franziska Wienzek seine Angebote, darunter ein Seniorenkino und ein großes Sommerfest. Als wichtiges Ergebnis des Austauschs sagte die Sozialdezernentin zu, künftig ähnlich wie in Erfurt einen regelmäßigen quartalsweisen Jour Fixe zwischen Verwaltung und Seniorenbeirat Mainz einzurichten.
Parallel nutzte Altenhilfeplanungskoordinator Peter Feistel die Gelegenheit zu einem fachlichen Austausch mit dem Mainzer Amt für Soziale Leistungen. Themen waren unter anderem die Seniorennetzwerke in den Stadtteilen, die Pflegestützpunkte, die Beteiligung des Seniorenbeirats an kommunalen Prozessen sowie das Zusammenspiel von Quartiersarbeit und offener Seniorenarbeit. Besonders großes Interesse fanden der Erfurter Seniorenpass, die gute Ausstattung der Seniorenklubs und die Verknüpfung mit Landesprogrammen wie AGATHE.
Das kulturelle Rahmenprogramm mit einer Führung durch das Landesmuseum Mainz und einer Stadtrundfahrt mit dem Gutenberg-Express bot zusätzliche Gelegenheiten zum Austausch. Am letzten Abend bedankte sich Lothar Both mit einem Sessionsorden bei Rowald Staufenbiel und überreichte allen Erfurter Gästen einen Karnevalspin als Zeichen der Verbundenheit.
Beide Seniorenbeiräte bewerteten den Besuch als großen Erfolg. Die Begegnung habe gezeigt, wie wertvoll der persönliche und fachliche Austausch für die Weiterentwicklung der Seniorenarbeit in beiden Städten ist. Der Erfurter Seniorenbeirat lud die Mainzer Delegation für 2027 zu einem Gegenbesuch ein. Vorsitzender Roland Richter bedankte sich im Namen des gesamten Gremiums für die Gastfreundschaft und den konstruktiven Austausch. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, die Städtepartnerschaft dauerhaft mit Leben zu erfüllen.